„Freizeitfänge“ über App registrieren

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Ab dem 10. Januar 2026 wird es in Spanien für Freizeitfischer obligatorisch, ihre Fänge über die App PescaREC, ein digitales Tool des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, zu registrieren. Dies gilt auch für Tage, an denen Sie keinen Fang machen.

Die neue Regelung ergibt sich aus einer geänderten europäischen Fischereikontrollverordnung, die auch die Registrierung von Freizeitfängen vorschreibt, um einen besseren Einblick in die Auswirkungen dieser Fischereiform zu erhalten.

Die Verpflichtung gilt insbesondere für Fische, die unter besonderem Schutz stehen, oder Arten, für die die Europäische Union Fangbeschränkungen oder Schutzmaßnahmen festgelegt hat. Gemäß den Vorschriften müssen Fischer auch Fische melden, die sie wieder zurücksetzen. Die gesammelten Informationen sollen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Fischbestände und zur Entwicklung künftiger Maßnahmen beitragen.

Sie dürfen die App nur verwenden, wenn Sie über einen gültigen Freizeitfischereiausweis verfügen. Diesen Ausweis beantragen Sie bei der Regionalverwaltung der autonomen Region, in der Sie fischen möchten, in der Regel digital mit einem Formular und einem Identitätsnachweis. Der Ausweis kann digital oder in Papierform ausgestellt werden. Für bestimmte Gewässer oder geschützte Arten benötigen Sie möglicherweise eine zusätzliche Genehmigung des nationalen Ministeriums.

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Die PescaREC-App bietet mehr als nur die Registrierung. Sie finden dort Informationen über Mindestgrößen, geschützte Arten, gesperrte Fischereigebiete und aktuelle Änderungen der Fischereivorschriften. Für einige besonders geschützte Arten können Sie über die App auch spezielle Genehmigungen beantragen.

Nicht alle Sportangler sind mit der neuen Verpflichtung zufrieden. In Küstengebieten wird kritisiert, dass die Maßnahme vor allem zusätzlichen bürokratischen Aufwand mit sich bringt, ohne dass Freizeitangler den Fischbeständen großen Schaden zufügen würden. Dennoch ist es das Ziel der EU, zuverlässigere Daten zu sammeln, da die Freizeitfischerei bisher kaum systematisch erfasst wurde.

Quelle: Agenturen